Ächz, von wegen Lifestyle-Teilzeit

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Carolin Burchardt

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Es ist zwar nun schon einige Tage her, aber die von der CDU angestoßene „Lifestyle-Teilzeit"-Kontroverse wirkt bei mir immer noch nach. Mehr noch, dieser hässliche Begriff, der durch den Antrag, den Rechtsanspruch auf reduzierte Arbeitszeiten einzuschränken (+), aufpoppte, hat sich bei mir festgesetzt.

Warum? Weil er Menschen, die in Teilzeit arbeiten – in Deutschland sind es 29 Prozent der Erwerbstätigen – unterstellt, faul zu sein, sich in Zeiten des Fachkräftemangels nicht genügend zu engagieren, beziehungsweise Teilzeitarbeit an sich abwertet. Auch wenn es von der CDU nicht ganz so gemeint ist.

Immerhin sollte der Anspruch unter anderem für Menschen, meist sind es Frauen, die sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige kümmern, bestehen bleiben. Inzwischen ist die „Lifestyle-Teilzeit" zwar nach empörter Gegenrede von der politischen Agenda verschwunden – ich ärgere mich trotzdem weiter. Die Diskussion hat auch bei mir, wie bei so vielen anderen, einen Nerv getroffen.

Gefangen zwischen dem Wunsch nach Zeit für Muße und einem Leben im Hamsterrad.
Gefangen zwischen dem Wunsch nach Zeit für Muße und einem Leben im Hamsterrad.
Quelle: Getty Images/fStop

Mehr Zeit für Muße

Als alleinerziehende Mutter habe ich lange in Teilzeit gearbeitet. Inzwischen arbeite ich seit einigen Jahren, vor allem aus Angst vor Altersarmut, wieder voll – und bin mit meinem Job noch gut bedient, das ist mir klar. Die Kinder sind groß genug (14 und 17 Jahre), und trotzdem ist da dieser Wunsch nach Teilzeit, nach mehr Zeit für meine Kinder, meine Familie und ja, auch mehr Zeit für die Dinge, die mir einfach nur guttun.

Dinge, bei denen ich nichts leisten muss, keinerlei Ansprüche an mich gestellt werden, ich zur Ruhe und zu neuen Kräften kommen kann. Wie auch manchmal bei mir nehme ich eine große Erschöpfung um mich herum wahr. Ich kann es gut verstehen, dass sich Menschen in unruhigen Zeiten, wie wir sie gerade erleben, nach einem unbekümmerten Lifestyle (um den blöden Begriff noch mal zu verwenden) sehnen.

So sieht es übrigens auch der Autor und Experte für intelligente Zeitorganisation Stefan Boes, mit dem meine Kollegin Laura Beigel für ihren Artikel „Deutschland - ein Land der Blaumacher?" (+) – noch so eine Debatte – gesprochen hat: „Was den Menschen fehlt, ist genügend Zeit für die Dinge, die sie sonst noch gerne tun möchten." Kurzum: Mehr Zeit für Muße. Wie sieht es bei Ihnen aus? Klingt bei Ihnen bei diesem Thema auch etwas an?

Herzliche Grüße und einen entspannten Tag mit viel Zeit für Schönes!

Ihre

Carolin Burchardt

 

Von Kopf bis Fuß

Vielleicht ist es Ihnen auch schon mal aufgefallen: Auf vielen Shampooflaschen werden zwei Waschgänge empfohlen. Aber ist das wirklich nötig? Die Antwort lautet wie so oft: Es kommt darauf an. Fachleuten zufolge wird zweimal shampoonieren durchaus Sinn ergeben: „Der erste Waschgang entfernt Talg, Schmutz, Stylingrückstände und Umweltpartikel", erklärt Uta Schlossberger, Fachärztin für Dermatologie aus Köln. „Der zweite Waschgang reinigt die Kopfhaut gezielt und ermöglicht es, Wirkstoffen, etwa bei Anti-Schuppen- oder medizinischen Shampoos, überhaupt wirksam zu sein."

Shampoo muss gründlich wieder ausgewaschen werden.
Ob man die Haare wirklich zweimal shampoonieren sollte, hängt auch vom Haut- und Haartyp ab.
Quelle: Christin Klose/dpa-tmn

Allerdings gibt es da noch ein Aber: Denn zum Beispiel bei trockener, schuppiger und zu Neurodermitis neigender Kopfhaut ist zu häufiges Shampoonieren eher kontraproduktiv. Für wen der doppelte Waschgang empfohlen wird, für wen nicht, und welche Waschprodukte wohin gehören, lesen Sie im Text unserer Autorin Heidi Becker: „Duschgel gehört nicht auf den Kopf".

 

Bei aller Liebe

Eine kleine Hochzeit würde weniger Planung bedeuten, dachte sich unsere Autorin Heidi Becker. Weit gefehlt: Knapp sieben Wochen nach dem Antrag muss sie nun etwas ernüchtert feststellen, dass das nur theoretisch stimmt. Denn auch kleine Feiern benötigen reichlich Vorbereitungszeit – zumindest wenn alles so laufen soll, wie es sich das Paar erträumt hat. In ihrem monatlichen Bride-Blog erzählt Heidi Becker, unsere Braut in spe, von Herausforderungen und Hürden auf dem Weg zu ihrem großen Tag und verrät, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich alle mitreden. Hier geht's zum Bride-Blog.

 

Familienbande

Viele Familien zögern diesen Moment gerne möglichst lange hinaus, auch weil das Thema hochsensibel ist, und trotzdem: Wichtige Fragen müssen im Alter gestellt werden, über Betreuung und Bedürfnisse, Vollmachten und Vermögen – und zwar möglichst, bevor die Eltern pflegebedürftig sind. Manche Angelegenheiten sind heikel. Wie schafft man es, diese Themen dennoch anzusprechen?

Spätestens wenn die Eltern alt und pflegebedürftig werden, muss der Tod thematisiert werden. Im Ernstfall vermeidet das Streit, Stress und Trauma.
Spätestens wenn die Eltern alt und pflegebedürftig werden, muss der Tod thematisiert werden. Im Ernstfall vermeidet das Streit, Stress und Trauma.
Quelle: picture alliance/ZB

Chris Paul, Fachautorin und Dozentin mit den Schwerpunkten Trauer und Krisenbewältigung, möchte Menschen vor diesem Gespräch die Sorgen nehmen, denn: „Oft haben die Kinder sogar mehr Berührungsängste mit dem Thema Tod der Eltern als die Eltern selbst", so ihre Erfahrung. Welcher Zeitpunkt sich besonders gut eignet, und wie man so ein Gespräch möglichst behutsam anfangen kann, darüber hat Paul mit meiner Kollegin Katrin Schreiter gesprochen. Hier geht es zu ihrem Artikel „Tabuthema Tod: Wie man mit den Eltern über ihr Sterben spricht" (+).

 

Gut gesagt

Bei der Hälfte der Fälle geschieht der Erstkontakt mit Pornografie ungewollt und häufig durch Gleichaltrige, zum Beispiel durch einen Klassenchat, in dem jemand ungefragt einen Pornoclip teilt.
Madita Oeming,
Medien- und Sexualpädagogin.

Die Diskussionen über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche reißen nicht ab. Das hat vor allem damit zu tun, dass junge Menschen im Netz immer wieder mit höchst zweifelhaften Inhalten konfrontiert werden und es kaum möglich ist, sie davor zu schützen. Der Kontakt mit Sexualität im Internet etwa sei unabhängig davon, ob Kinder ein eigenes Interesse daran hätten oder nicht, sagt Medienpädagogin Madita Oeming im Gespräch mit meiner Kollegin Franziska Herrmann.

In ihrem Ratgeber „Aufgeklärt statt aufgeregt" gibt sie Eltern, was sie brauchen, um ihre Kinder durch die digitale Pubertät zu begleiten. Vor einem Social-Media-Verbot hält Oeming übrigens nichts. Immerhin hätten auch Kinder und Jugendliche ein Recht auf digitale Teilhabe. Warum, darüber spricht die Göttinger Wissenschaftlerin mit der Paar- und Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning und mir im RND-Podcast „Ach, komm!".

Album CoverDamit die digitale Pubertät nicht aus dem Ruder läuft: Verbot als Lösung?
Podcast anhören
 
 

Die ernsten Seiten des Lebens

Es ist ein höchst sensibles Thema, und doch stellen sich nicht wenige Menschen die Frage: „Wie gesund ist Donald Trump?". In US-Medien wird mehr denn je über den Gesundheits­zustand des US-Präsidenten spekuliert. Angeblich soll er einen Schlag­anfall erlitten haben, an einer Persönlichkeits­störung und noch dazu an Demenz leiden. Trump bestreitet das vehement. Und Kritiker und Kritikerinnen der Ferndiagnosen verweisen zudem auf die „Goldwater rule".

Gemeint ist eine Klausel in den ethischen Richtlinien für US-amerikanische Psychiater und Psychiaterinnen. Sie besagt, dass diese sich nicht zum Gesundheitszustand öffentlicher Personen äußern sollen, ohne dass sie diese selbst untersucht haben und es ihnen ausdrücklich erlaubt wurde. Unsere Autorin Irene Habich hat sich auf Spurensuche begeben und sich die Frage gestellt: Welche Hinweise auf eine Erkrankung gibt es wirklich?

 
Egal, wie satt man ist: Nachtisch geht immer.
Egal, wie satt man ist: Nachtisch geht immer.
Quelle: Donati/RND (Montage); Foto: Jay Gajjar/Unsplash

Die schönen Seiten des Lebens

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Nachtisch irgendwie immer geht – ganz egal, wie satt man bereits ist? In Japan gibt es für dieses Phänomen sogar ein eigenes Wort: „Betsubara", was so viel wie „separater Magen" bedeutet. Aber gibt es in unserem Magen wirklich ein zusätzliches Dessert-Fach? Nicht wirklich. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Phänomen weniger mit dem Magen zu tun hat als mit dem Gehirn – und unserer angeborenen Lust auf Süßes. Denn hier geht es nicht nur um Genuss, sondern auch um schnelle Energie. Meine Kollegin Laura Beigel hat für unsere Rubrik „Leichter Leben" das Geheimnis des Dessertmagens gelüftet. Und zwar hier.

 

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