Warum es sinnvoll ist, Organisationen als lebendige Systeme zu betrachen, darum geht es in diesem Newsletter.
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Hallo aus dem Maschinenraum!
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Als junger Erwachsener fand ich den Ansatz der strategischen Unternehmensberatung sehr anziehend: Man überlegt sich auf ein paar Flipcharts sehr skizzenhaft eine große Veränderung, macht daraus schicke Folien und begründet damit dann große Entscheidungen: Menschen werden entlassen, Bereiche zusammengelegt, neue Märkte erschlossen.
Den schwierigen Teil, der danach kommt, nämlich die Umsetzung des Vorhabens, war dann nicht mehr Teil meines Beratungsmandats. Aber Berater*innen und Manager*innen konnten sich für ihre strategische Weitsicht, Entscheidungsfreudigkeit und Risikobereitschaft gegenseitig auf die Schulter klopfen.
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Von den Maschinen zum lebendigen System
Diese Art von Beratung basiert auf der Annahme, Organisationen seien im Grunde wie Maschinen, die sich verändern, planen und reparieren lassen. Maschinen, die keine Gefühle haben, sondern stets einem klug ausgedachten Plan der Veränderung folgen. Blöd ist nur, dass diese Sicht eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt.
Denn: Organisationen sind letztlich Systeme, bestehend aus Menschen, die sehr wohl Gefühle haben, die Beziehungen zueinander pflegen und mehr als nur kluge Pläne brauchen, um gut arbeiten zu können. Daher finde ich heute den Ansatz der systemischen Organisationsentwicklung deutlich überzeugender, da sie lebendige Organisationen auch als solche begreift.
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Auch in der systemischen Organisationsentwicklung geben Berater*innen Impulse und begleiten Prozesse, aber die tatsächliche Veränderung muss immer von innen heraus erfolgen.
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Der wichtigste Unterschied der beiden Ansätze ist für mich folgender: Die systemische Sicht hat das Ziel, die Organisation in ihrer Fähigkeit zur Selbstveränderung zu stärken. Sie wird darin unterstützt, neue Fähigkeiten aufzubauen. Die klassische Sicht hingegen schafft eine Abhängigkeit von dem Berater oder der Beraterin. Die Organisation wird vermeintlich effizienter gemacht, aber letztlich in ihren Fähigkeiten zur Selbstveränderung geschwächt.
Für mich lässt sich der Unterschied auch so zusammenfassen: Klassische Beratung liefert Antworten, systemische Begleitung stellt Fragen.
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Was ist eine Systemische Aufstellung (und wofür ist sie gut)?
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Systemische Aufstellungen sind eine Methode aus Coaching und Therapie, mit der Beziehungen, Rollen und Dynamiken räumlich sichtbar gemacht werden.
Das zentrale Prinzip der Aufstellungsarbeit lässt sich anschaulich mit dem Bild eines Mobiles beschreiben: Ein soziales System besteht aus Elementen, die über komplexe, oft unsichtbare Fäden miteinander gekoppelt sind. Gerät ein Element in Bewegung oder wird an einer Stelle gezogen, reagiert das gesamte Gefüge, um ein neues Gleichgewicht zu finden. Aufstellungen machen diese „Fäden“ und die daraus resultierenden Schieflagen im Raum greifbar. So lassen sich verborgene Dynamiken und Konflikte oft schneller erkennen als im reinen Gespräch.
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🔵 Anzeige 🔵 Für diesen Begriff hat der Berater Maurice Malten eine Patenschaft übernommen. Als Supervisor, systemischer Lehrberater und Prozessbegleiter schafft er gruppendynamische Räume, in denen Spannungen nicht wegdiskutiert, sondern als Impulse genutzt werden.
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Du hast Interesse, mit deiner Organisation eine Patenschaft für einen New Work Glossar Begriff zu übernehmen? Dann melde dich bei uns.
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Eine Frage, die dich durch die Woche begleiten soll:
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Was ist eine besonders hilfreiche Frage, die du in deiner Arbeit mal gestellt bekommen hast? |
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Warum mir dieses Thema so wichtig ist: Ich glaube, ganz viel in unserer Welt geht gerade schief, weil wir die Welt und ihre komplexen Systeme häufiger als Maschinen und seltener als lebendige Organismen begreifen. Und ganz oft liegt die Lösung darin, dass wir unsere Umwelt eben als solche begreifen, indem wir Menschen uns nicht als Gestalter*innen sehen, sondern als Teil, der in Beziehung und Interaktion mit anderen Teilen des Systems steht.
Eine systemische Woche wünschen
Sebastian und das Team von Neue Narrative
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