Warum wir unseren Körper lesen lernen sollten, darum geht es in diesem Newsletter.
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Hallo aus dem Anatomie-Kurs!
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In einem früheren Newsletter hatte ich geschrieben, dass ich viel aus Coachings gezogen habe, in denen der*die Coach*in mir geholfen hat, etwas zu verstehen, was ich bereits implizit wusste. Erst das Coaching hat dann explizit den Groschen fallen lassen.
Ich finde die Diskrepanz faszinierend: zwischen dem, was wir eigentlich schon wissen könnten und es vielleicht sogar unbewusst schon verstanden haben, und dem, was wir wirklich kognitiv-intellektuell verstanden haben. Mein Eindruck ist, dass diese Lücke kleiner wird, je mehr emotionale Intelligenz man entwickelt. Die wiederum hängt für mich ganz entscheidend mit der Fähigkeit zusammen, seinen eigenen Körper und dessen Empfindungen wahrzunehmen.
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Mein Körper, die Maschine
In einem Roman (Pina fällt aus) habe ich kürzlich über einen Mann gelesen, der seinen Körper in erster Linie als Maschine betrachtete, die ihm zu gehorchen hat. Etwas ganz Ähnliches hatte mein*e Kolleg*in Louka Götzke auch in unserer Ausgabe #12 zum Thema Gesundheit geschrieben. In beiden Fällen fühlte ich mich ertappt, weil ich meinen Körper ebenfalls lange vor allem als Maschine gesehen habe, die zu funktionieren hat und mir dabei hilft, meine Ziele zu erreichen.
Wer so auf seinen Körper blickt, entwickelt meist eine ungesunde und einseitige Beziehung zu ihm. Und ganz besonders lernt er*sie dann nicht, die Signale des eigenen Körpers zu lesen und zu verstehen.
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Dabei ist das Lesen unseres Körpers eine der wichtigsten und aufschlussreichsten Quellen, aus denen wir Informationen über uns selbst, unsere Empfindungen, Grenzen und Spannungen erfahren können.
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Ich kann allen nur empfehlen, ihren Körper nicht als Maschine, sondern zunächst mal als Buch zu betrachten, in dem es sich zu lesen lohnt. Dabei kann ein gutes Coaching helfen: Es kann uns darin unterstützen, die vielen Signale zu hören und zu interpretieren, die wir uns selbst permanent senden.
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Was macht ein*e Coach*in?
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Ein*e Coach*in unterstützt Mitarbeitende zum Beispiel dabei, die eigene Entwicklung zu reflektieren, persönliche und berufliche Fähigkeiten zu stärken oder Rollenklarheit zu gewinnen. Coach*innen helfen dabei, mit Konflikten umzugehen, Ziele zu setzen, Entscheidungen zu treffen oder Veränderungen zu implementieren.
Gute Coach*innen kreieren einen psychologisch sicheren und vertrauensvollen Raum. Sie nehmen eine wertschätzende und lösungsorientierte Haltung ein, stellen Fragen, bieten Perspektivwechsel an und helfen der Person dabei, eigene Lösungen zu entwickeln – ohne ihr das Denken abzunehmen.
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Eine Frage, die dich durch die Woche begleiten soll:
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Welche wichtige Entscheidung hast du zuletzt getroffen, bei der du auf deinen Körper gehört hast? |
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Unsere Workshop-Plattform 9 Spaces feiert Jubiläum!
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Weil ich selbst erst relativ spät verstanden habe, dass mein Körper nicht nur eine Maschine ist, die meinem Kopf gehorchen soll, bin ich immer noch mitten im Lernen, besser auf ihn zu hören.
Immerhin bin ich aber schon ein paar Schritte weiter, denn vor 10 oder 15 Jahren war es noch so, dass mein Körper mich im Sprint gegen eine Wand rennen lassen musste, um mir etwas mitzuteilen. Vorher hatte er mir schon reichlich mit dem Zaunpfahl gewunken, aber das hatte ich nie wahrgenommen. Das mit ein paar Jahren Abstand in einem Coaching zu reflektieren, war für mich wortwörtlich augenöffnend.
Eine gefühlvolle Woche wünschen
Sebastian und das Team von Neue Narrative
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