Ein Mann schleicht sich in die rechtsextreme Szene ein, und was er dort beobachtet, bringt die «Nationale Aktion» ins Wanken – ein Sittenbild einer rechtsextremen Szene, die Ende der Achtzigerjahre in Winterthur und Schaffhausen längst organisiert und vernetzt war, während die Behörden noch von Einzelgängern und einem Randphänomen sprachen. Auf die Recherchen von Markus Koch folgten Recherchen von Jürg Frischknecht. Der WoZ-Mitgründer veröffentlichte die Namen der Teilnehmer eines konspirativen Treffens und machte sichtbar, wie eng die «Nationale Aktion», die nach aussen jede Verbindung zu Neonazis bestritt, hinter verschlossenen Türen mit genau diesen Kreisen verbunden war. Unter den Namen stand auch jener eines achtzehnjährigen Mittelschülers aus Neuhausen: Erich Winkler (Name geändert). Zwei Jahre später sollte Winkler beim Handgranatenanschlag auf den Journalisten Koch Schmiere stehen. Lesen Sie jetzt Teil 2 unserer Serie: «Der Neonazi, der eigentlich Journalist war» Teil 3 folgt nächsten Freitag. Darin geht es um den Prozess gegen die Attentäter und um die Frage, über die das Gericht ausdrücklich nicht urteilen wollte: Darf sich ein Journalist als Neonazi ausgeben? Bis dahin,
Daniel Ryser, Reporter, Infosperber
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