Warum psychologische Sicherheit selten aber wichtig ist, darum geht es in diesem Newsletter.
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Hallo aus dem Kreativlabor! |
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Die ersten Jahre meines Berufslebens habe ich in Umfeldern verbracht, die nur eingeschränkte psychologische Sicherheit geboten haben. Das Gefühl, dass Menschen sich im Team so sicher fühlen, dass sie bereit sind, zwischenmenschliche Risiken einzugehen, ohne dabei Angst vor Bewertung haben zu müssen, war dort kaum bis gar nicht gegeben.
Ich erinnere mich zum Beispiel an eine extrem übergriffige E-Mail eines Kollegen, die mit dem Betreff der heutigen Mail startete. Ich bin sehr froh, dass ich so etwas schon viele Jahre nicht mehr erleben musste.
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Leider ist psychologische Sicherheit nicht die Norm |
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Seit einigen Jahren habe ich nun das Glück, nur noch in Teams mit sehr hoher psychologischer Sicherheit zu arbeiten. Das führt dazu, dass ich mich immer traue, kreativ zu sein. Menschen sagen mir zwar, wenn sie meine Ideen schlecht finden, aber sie werten mich niemals als Person ab, machen sich auch nicht lustig oder bestrafen mich für meine Risikobereitschaft.
Ein solches Umfeld ist in deutschen Unternehmen aber nach wie vor leider eher die Ausnahme als die Regel.
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Dabei ist psychologische Sicherheit ein Schlüsselfaktor für leistungsstarke Teams. |
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Das Konzept ist schon seit den 1950ern bekannt, wirklich populär wurde es allerdings erst, nachdem Google im Jahr 2015 Studienergebnisse des „Project Aristotle“ publizierte. Diese belegten erstmals psychologische Sicherheit als wichtigsten Faktor für den Erfolg eines Teams.
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Welche Rolle spielt Psychologische Sicherheit in Unternehmen? |
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Psychologische Sicherheit beschreibt ein Klima des offenen Austauschs in einer Gruppe oder Organisation, in der Menschen sich trauen, Risiken einzugehen und auch Fehler von sich und anderen anzusprechen.
Sie entsteht, indem Führungskräfte und Teammitglieder aktiv zuhören, Fragen und unterschiedliche Meinungen willkommen heißen, eigene Fehler offen ansprechen und respektvoll mit Kritik umgehen. Wichtig ist außerdem, Beiträge wertzuschätzen, Unsicherheiten anzusprechen und auf Schuldzuweisungen und Strafen zu verzichten. So entsteht ein Umfeld, in dem Menschen ihre Gedanken und Bedenken offen teilen.
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Ich denke, alle, die sich fragen, wie die deutsche Wirtschaft in Schwung gebracht werden könnte, wie sie innovativer und wettbewerbsfähiger sein könnte, und auch wie sich der Krankenstand verringern ließe, sollten sich dringend mal mit diesem Konzept befassen. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich versprechen: Es lohnt sich.
Eine angstfreie Woche wünschen
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Sebastian und das Team von Neue Narrative |
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Eine Frage, die dich durch die Woche begleiten soll:
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Wie psychologisch sicher fühlst du dich in deiner Arbeit auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (vollkommen)? Was müsste passieren, um deine Antwort um 2 Punkte nach oben zu bewegen?
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